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Die nächste Generation - Die Rechtspflegerjugend von Europa

Studierende des Studienzentrums in Rotenburg an der Fulda

Der Direktor des Studienzentrums der Finanzverwaltung und Justiz in Rotenburg an der Fulda, Herr Dr. Peter Müller-Engelmann, hatte zu einem Europatag am 4. Mai 2009 in die dortige Verwaltungsfachhochschule eingeladen. Nach Vorträgen über Steuer- und Gesellschaftsrecht hatte der Vorstand der Europäischen Union der Rechtspfleger (E.U.R.), vertreten durch den Präsidenten, Herrn Thomas Kappl, und die Generalsekretärin, Frau Adelheid Hell, die Möglichkeit, ihre Organisation und das Grünbuch für einen Europäischen Rechtspfleger vorzustellen.

Die Studierenden, die die nächste Generation der Rechtspfleger sind, hörten von Herrn Kappl die inzwischen über 40-jährige Geschichte der E.U.R. Die Initiatoren, Rechtspfleger aus Österreich und Deutschland, waren begeisterte Europäer. Den Repräsentanten dieser Berufsgruppe war damals auch klar, dass nur durch selbstbewusstes Überschreiten der gegebenen Grenzen, durch Übertragung neuer Aufgaben und durch die Gewinnung neuer Freunde der Berufstand gesichert und erweitert werden kann.

Adelheid HellDieser Gedanke lag auch der Entstehung des Grünbuchs für einen Europäischen Rechtspfleger zugrunde, das die E.U.R. im Jahre 2008 geschaffen hat. Frau Hell legte in ihrem Vortrag die Grundlagen, den Zweck und das Ziel dieses Grünbuches dar. Zur Erreichung des Ziels, ein einheitliches Berufsbild eines Europäischen Rechtspflegers zu schaffen, ist die derzeit in den Mitgliedsländern der E.U.R. sehr verschiedene Ausbildung auf jeden Fall zu harmonisieren. „Ein Europäischer Rechtspfleger - grundsätzlich einsetzbar in den Ländern der Europäischen Union - muss eine einheitliche und europaweit anerkannte Ausbildung haben. Die Idee des 1999 gestarteten Bologna-Prozesses, nämlich die nationalen Hochschulgänge europaweit anzugleichen, um nicht zuletzt die Mobilität der Studenten und Absolventen zu erhöhen, hat die Europäische Union der Rechtspfleger deshalb in ihr Grünbuch übernommen“, betonte die Generalsekretärin. Am Ende ihrer Ausführungen wies sie darauf hin, dass zur Umsetzung der Forderungen Überzeugungsarbeit zu leisten ist und u.a. bereits durch Gespräche des Präsidenten der E.U.R. bei verschiedenen europäischen Justizministerien geleistet wurde.

Abschließend überreichte Herr Kappl Herrn Direktor Dr. Müller- Engelmann ein sechs-sprachiges Grünbuch für einen Europäischen Rechtspfleger für die Bibliothek des Studienzentrums.

 

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