8. März 2019, Brüssel: Neues Treffen mit der DG Justiz

Im Rahmen der regelmäßigen Treffen zwischen der EUR und der Generaldirektion Justiz der Europäischen Kommission traf Vivien Whyte am 8. März mit Frau Niovi Ringou, Leiterin des Referats Justizpolitik, zusammen, um mögliche Entwicklungen in Bezug auf das EU-Justizbarometer zu diskutieren. 

Der Anzeiger enthält zwar Zahlen zur Effizienz der europäischen Justizsysteme, einschließlich der Anzahl der Richter pro 100 000 Einwohner, erwähnt jedoch keine Rechtspfleger oder sonstiges nicht richterliches Personal. In allen Ländern sind aber nicht richterliche Mitarbeiter für das reibungslose Funktionieren der Gerichte von wesentlicher Bedeutung. Abweichungen in ihrer Anzahl wirken sich erheblich auf die Effizienz und die Qualität der Justiz aus. Dank ihrer einzigartigen bürgernahen Position sind sie auch ein Schlüsselelement des öffentlichen Vertrauens. Darüber hinaus entlasten Rechtspfleger oder ähnliche Berufe in zwölf EU-Mitgliedstaaten die Richter von einem Teil ihrer Arbeitsbelastung, so dass sie sich auf komplexe Streitfälle konzentrieren können.  

Die Daten zu dieser kostbaren Ressource, die in einigen Ländern (Österreich, Polen …) 80% der Zivilsachen bearbeiten, sollten in den Anzeiger aufgenommen werden, um ein objektives Bild der Justizsysteme in der EU zu vermitteln. 

Präsident Whyte hat diese Punkte während des Treffens erneut erörtert und seine Hoffnung geäußert, dass sie bei der nächsten Ausgabe des EU-Justizbarometers berücksichtigt werden.